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Schwerpunkte


Die Arbeitsschwerpunkte der Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung (FPB) sind:

Lern- und Ausbildungskonzepte
Sinnstiftendes Lernen für berufliche Bildung bedeutet, Handeln und Erkennen in unmittelbarem Zusammenhang zu stellen und den Lernenden als aktiv handelndes Subjekt zu verstehen. Die seit Jahren propagierten handlungsorientierten Ansätze für Lern- und Ausbildungskonzepte sind in der Forschungsgruppe unter dem Terminus »Handlungslernen« weiter entwickelt und konkretisiert worden. Handlungslernen greift die methodisch-didaktischen Grundlegungen und Erkenntnisse eines Lernens am Arbeitsplatz auf und verbindet diese zu einem lernorganisierenden Konzept, in dem technische, organisatorische und gesellschaftliche Anforderungen sowie bildungstheoretische Ziele zum Tragen kommen. Das von der FPB konzipierte und erprobte Konzept „Lernen im und am Kundenauftrag“ hat eine starke Verbreitung in Lehrplänen der beruflichen Erstausbildung gefunden.

Systemkompetenz
Die notwendige Erweiterung bisheriger Entwicklungen von Fertigkeiten und Fähigkeiten für die moderne Facharbeit zu einer qualitativ umfassenden Kompetenz, die auf Veränderungen und Entwicklungen adaptiert werden kann, verbindet sich in neuer Perspektive mit dem »Systemgedanken«. Hintergrund hierfür ist, dass immer deutlicher wird, dass gewerblich-technische Facharbeit sowohl den gesamten, immer vernetzteren und multiplen Produktionsprozess, aber auch alle vor und nachgelagerten Aktivitäten (z. B. Gebrauch/Nutzung eines Produkts) im Blick haben muss. Systemische Zusammenhänge ergeben sich nicht nur durch die technischen Bedingtheiten, sondern auch durch ihre gesellschaftlichen und sozialen Dimensionen.

Netzwerke und Kooperationen
Netzwerke und Kooperationen haben im Wirtschaftsleben – auch und gerade im Handwerk – eine lange Tradition. Waren diese Zusammenschlüsse in der Vergangenheit vornehmlich darauf ausgerichtet, in Form loser Kooperationsverbünde in der Außendarstellung zu wirken, um adäquate Antworten auf Marktveränderungen zu generieren (wie z.B. die Entwicklung neuer handwerklicher Dienstleistungen im Hinblick auf veränderte Kundenwünsche, zur Aufnahme technologischer Entwicklungen oder zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit), richten neuere Kooperationsverbünde und Netzwerke zunehmend den Blick nach innen. Im Vordergrund dieser neuen Sichtweise steht dabei die sinnhafte Verknüpfung von Arbeiten und Lernen auf fachlicher und überfachlicher Ebene mit dem Ziel, eine moderne Unternehmens- und Netzwerkkultur unter dem Gesichtspunkt des kooperativen Lernens aufzubauen.

Energieeffizienz
Energiekriesen können aus heutiger Sicht mittelfristig auch durch einen effizienteren Umgang mit Energie bei der Erzeugung und beim Verbrauch vermieden werden. Steigerung der Effizienz von Energieerzeugung und -verbrauch, Fortschritte bei der Nutzung umweltschonender Energieerzeugung und erneuerbare Energien sind deshalb wirksame Schritte auf dem Weg zur nachhaltigen Weltwirtschaft und Reduzierung des Treibhauseffektes.
Von besonderem Interesse sind Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Wärme und Strom gleichzeitig liefern. Deshalb verdienen diese Anlagen großes gesellschaftliches und volkswirtschaftliches Interesse. Dies gilt über die Erzeugung von Wärme und Strom hinaus auch für die Verteilung und den Transport.